BHKW

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine Anlage zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme, die idealerweise am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben wird, aber auch Nutzwärme in ein Nahwärmenetz einspeisen kann. Es wir hier das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung oder Wärme-Kraft-Kopplung unterschieden. Hierbei werden Strom und Wärme erzeugt und je nach Bedarf vorrangig genutzt.

Zum Antrieb für den Stromerzeuger können Verbrennungsmotoren nach dem Selbstzünderprinzip (Dieselmotor), Gasmotoren aber auch Gasturbinen oder Stirlingmotoren verwendet werden. Auch ist es möglich durch modifizierte Dieselmotoren Gas als Treibstoff zu nutzen. (Zündstrahlmotor)

Blockheizkraftwerke können somit mit einer Vielzahl von Treibstoffen betrieben werden.

Der höhere Gesamtnutzungsgrad im Vergleich zu einer herkömmlichen Kombination von lokaler Heizung und zentralem Kraftwerk hat seine Ursache darin, dass die Abwärme der Stromerzeugung direkt am Ort der Entstehung eine Nutzung findet und nicht ungenutzt unsere Umwelt belastet. Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung ohne Nutzung der Abwärme beträgt je nach Anlagengröße zwischen 22 und 35 %. Falls die Abwärme ortsnah genutzt wird, kann ein Gesamtwirkungsgrad von ca. 80 bis über 90 % erreicht werden. Brennwertkessel als Vergleich erreichen Wirkungsgrade um 100 %, können jedoch keinen elektrischen Strom erzeugen.

BHKW-Module haben elektrische Leistungen zwischen einem Kilowatt (kW) und einigen Megawatt (MW). Unter 50 kW spricht man von Mini-Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-KWK), unter 15 kW von Mikro-KWK. Mini und Mikro KWK werden in Einfamilien-  und Mehrfamilienhäusern, in gewerblichen Räumen und im Siedlungsbau verwendet. Kraft-Wärme-Kopplung wird auch in Heizkraftwerken genutzt. Hier allerdings in größerem Leistungsbereich von einigen hundert MW mit Anbindung an Fernwärmenetzen.